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Heyersumer Zeitreise - Von der Steinzeit bis in das späte Mittelalter

Im Rahmen der Veranstaltungen 1000 Jahre Heyersum, ist die „Heyersumer Zeitreise“ ein besonderer Höhepunkt.

Rund um die Heyersumer Kirche werden 5 Gruppen aus unterschiedlichen Zeitepochen lagern. Der Eintritt ist frei und auch für das leibliche Wohl wird gesorgt sein.

Die Geschichtsdarsteller freuen sich schon jetzt auf viele neugierige und interessierte Besucher aus Nah und Fern.

Heyersumer Zeitreise - Was ist das eigentlich?

Wer hierbei an aufregende Zeitsprünge mit Raumschiffen oder an den weltberühmten Roman „Die Zeitmaschine“ von H. G. Wells denkt, der kann ganz beruhigt sein. In Heyersum braucht man in keine Maschine zu steigen. Nein, ganz im Gegenteil, die Vergangenheit kommt direkt zu ihnen und euch. Auf dem Platz rund um die Kirche in Heyersum werden mehrere „Zeitinseln“ aufgebaut. Hier kann man ganz bequem von der einen in die andere Epoche gehen und sich von engagierten und hoch qualifizierten Geschichtsdarstellern in die Vergangenheit führen lassen. So kann man Blicke in verschiedene Schaufenster der regionalen und überregionalen Geschichte werfen.

Steinzeit

Der „Steinzeitjäger“ Obbo Wankenobbo führt die Besucher zurück in das Altpaläolitikum.

Die „Zeitreise“ beginnt in der Steinzeit , oder besser gesagt im Altpaläolitikum. Marco Wolff, alias Obbo Wankenobo zeigt, wie man in grauer Vorzeit Felle gegerbt, Speerschleudern gebaut und Speckstein bearbeitet hat.

Bronzezeit

Rekonstruktion vom Schmuckteilen aus einem Frauengrab im Schierenberg südöstlich Mahlerten/ Heyersum, ca. 1400 vor Chr. / Siehe hierzu auch „Heyersumer Dorfgeschichte, Band II, 2003, Seite 6.“ (Foto: Thorsten Seifert, Mainaschaff)

Mit „Aurea-aetas - Projekt Urnenfelderkultur/ Bronzezeit Lebendige Geschichte“ konnte eine Gruppe gewonnen werden, die Einblicke in die nordische, europäische und sogar sogar in die heimische Bronzezeit gibt. Schließlich gab es auch in der Umgebung von Heyersum zahlreiche archäologische Fundstellen aus dieser Zeit. Das Grabhügelfeld zwischen Heyersum und Betheln ist sicherlich hinreichend bekannt. Thorsten Seifert von Aurea-aetas hat sich mit unseren regionalen Fundstücken beschäftigt. Er hat Rekonstruktionen von Schmuckteilen von einem Fund aus Mahlerten, die auf 1400 v. Chr. datiert sind, angefertigt. Auch von einer Grablege aus Betheln werden diverse Ausstattungsteile zu sehen sein. Man darf also gespannt bleiben.

Frühmittelalter

Wir machen nun einen Sprung in das frühe Mittelalter. Vom 4. - 8. Jahrhundert lebten die „alten Sachsen“ in unserer Region, bzw. in dem Gebiet zwischen Ems und Elbe bis runter zur Lippe und dem Harz. Wie haben die Menschen damals gewohnt? Wie haben sie ihren Lebensunterhalt erwirtschaftet? Welche Kleidung trugen sie und welche handwerklichen Fähigkeiten hatten sie? Diese und viele weiteren Fragen werden von Geschichtsdarstellern der Gruppen „Scotelingo - Sachsen um 700“ und „Dat Beekfolk“ beantwortet und vorgeführt. Bei einigen Präsentationen dürfen die Besucher auch gerne selbst einmal Hand anlegen.

Frühes Mittelalter pur! Mitglieder von „Scotelingo“ und „Dat Beekfolk“ bei einer Veranstaltung auf dem Sachsenhof in Greven, 2021. (Foto: Thomas Grünert, Greven)

Mittelalter um 1022

Endlich erreichen wir auch das Jahr 1022. Dem Jahr, in dem Heyersum erstmals als „Hoiereshem“ urkundlich erwähnt wird. Die Zeit der Ottonik - benannt nach Otto, dem Großen - ging von der Mitte des 10. bis zum Beginn des 11. Jahrhunderts. Der Verein „Lebendige Geschichte e.V.“, dessen Mitglieder aus dem ganzen Bundesgebiet kommen, gibt Erklärungen zu diesem Zeitgeschehen anschaulich wieder. Hierzu werden Displays präsentiert und Modenschauen durchgeführt. Für Kinder werden zusätzlich kleine Mitmachaktionen angeboten.

Mittelalter um 1370

Mitglieder der Gruppe „Daz-groze-vrie“ bei einer Belebung des Mittelalterhauses Nienover während des Essens. (Quelle: www.daz-groze-vrie.de)

Daz-groze-vrie“ stellt das Zeitgeschehen um das Jahr 1370 nach. Die Mitglieder dieser Gruppe nähert sich anhand von schriftlichen Quellen, Bildquellen und Funden dem alltäglichen Leben der Menschen im Städtedreieck Hannover - Hildesheim - Braunschweig im 14. Jahrhundert an und bildet dieses so genau wie möglich ab. Recherchierte Objekte, wie Kleidung oder Alltagsgegenstände werden von den Darstellern in Eigenarbeit selbst hergestellt. Einige dieser handwerklichen Tätigkeiten können auf der „Zeitreise“ live und in Farbe betrachtet werden.

Webseite 1000 Jahre Heyersum

Heyersumer Zeitreise

Ort: Heyersum - Rund um die Kirche

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